Und wenn der letzte Käfer, 2010

Sarah Mock

 

Und wenn der letzte Käfer, 2011

 

HD-video, 6'33''

 

(Vorschau, ca. 1 min)

 

 

 

In einer Stadt, die an die Schauplätze alter Gruselfilme erinnert, lebt eine Frau in einer barocken Plastikwelt. Als sie in einem Kinderbett einschläft, träumt sie von der Natur, die allerdings nicht das lebendige Gegenstück zu der kalten, einsamen, sie umgebenden Zivilisation darstellt, sondern ebenfalls beängstigend, ja tot erscheint. Dort folgt sie einem Fasan tief in den Wald. Währenddessen wird die Stadt „lebendig“, und auch das Dasein darin verändert sich... Die Bilder und Handlungen lassen eine philosophische Betrachtung über den Menschen als von der Natur entfremdeten Kulturwesen ebenso zu wie eine psychologische. Die tierischen Anteile, tote Bruchstücke des Selbst werden tief im Unbewussten „verspeist“, wobei sie dann doch nur teil des eigenen Selbst bleiben. Bei all dem kommt die Arbeit ohne Worte aus und lebt von ihren Bildern und Tönen, die keine Antworten liefern aber viele Fragen aufwerfen.

 

Ausgezeichnet mit dem Gutenberg- Stipendium der Stadt Mainz

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